Ein Experte verrät, warum falsches Lüften Feuchtigkeit in der Wohnung einschließt

ein experte erklärt, warum falsches lüften zu feuchtigkeitsproblemen in der wohnung führt und wie man richtig lüftet, um schimmelbildung zu vermeiden.

In vielen Wohnungen entsteht während der kalten Jahreszeit ein unsichtbares, aber gefährliches Problem: Feuchtigkeit. Während Bewohner glauben, durch regelmäßiges Lüften für frische Luft zu sorgen, bewirken falsche Lüftungsgewohnheiten oft das Gegenteil. Dies führt dazu, dass sich Feuchtigkeit in den Räumen staut, anstatt nach draußen zu entweichen. Experten warnen vor den langfristigen Folgen dieser Problematik, die bis zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Schäden an der Bausubstanz reichen können.

Physikalische Grundlagen der Feuchtigkeit

Kondensation ist ein physikalisches Phänomen, das auftritt, wenn warme, feuchte Luft auf kalte Oberflächen trifft. Warme Luft kann mehr Wasserdampf halten als kalte. Wenn die Temperatur sinkt, gibt die Luft überschüssige Feuchtigkeit ab, die sich als Wassertropfen an Fenstern oder Wänden niederschlägt. Besonders in der Winterzeit, wenn die Temperaturunterschiede groß sind, wird dieses Phänomen verstärkt.

Feuchteschäden durch alltägliche Aktivitäten

Haushalte produzieren kontinuierlich Feuchtigkeit durch alltägliche Tätigkeiten. Eine vierköpfige Familie kann täglich etwa 10 bis 15 Liter Wasserdampf allein durch Duschen, Kochen oder Atmen abgeben. Wird dann nicht richtig gelüftet, bleibt die Feuchtigkeit in der Wohnung und begünstigt Schimmelbildung.

Häufige Lüftungsfehler

Ein typischer Fehler besteht darin, Fenster über längere Zeit in Kippstellung zu halten. Dies mag zunächst wie eine gute Lösung erscheinen, jedoch kühlen die Wände aus und die Luftzirkulation wird kaum gefördert. Zu seltenes oder zu langes Lüften führt ebenfalls zu einem Ungleichgewicht in der Luftfeuchtigkeit. Eine unregelmäßige Belüftung, die nicht auf die Raumtemperatur oder die Anzahl der Bewohner abgestimmt ist, schafft ideale Bedingungen für die Ansammlung von Feuchtigkeit.

  • Dauerhaftes Kippen der Fenster: Kühlung der Wände und geringer Luftaustausch.
  • Zu seltenes Lüften: Ansammlung von Feuchtigkeit und Schadstoffen in der Luft.
  • Zu langes Lüften: Übermäßige Kühlung der Räume und der Bausubstanz.
  • Unregelmäßiges Lüften: Fehlende konstante Luftzirkulation.

Wie man richtig lüftet

Experten empfehlen, im Winter mehrmals täglich stoßlüften, um die feuchte Luft schnell gegen trockene zu tauschen. Ideal sind 5 bis 10 Minuten mit weit geöffneten Fenstern. Querlüftung, also das gleichzeitige Öffnen von gegenüberliegenden Fenstern, ist besonders wirksam. Diese Methode sorgt für eine schnelle Luftzirkulation, die Feuchtigkeit gezielt nach draußen befördert.

Regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit

Ein Hygrometer kann helfen, die Luftfeuchtigkeit im Raum zu überwachen. Liegt diese regelmäßig über 60 Prozent, ist ein besseres Lüftungsverhalten dringend erforderlich. Zudem sollten kritische Räume wie das Badezimmer oder die Küche nach jeder Nutzung sofort gelüftet werden, um die Feuchtigkeit schnell abzuleiten.

Die richtige Lüftung ist kein Hexenwerk, schützt jedoch effektiv vor Schimmel und gesundheitlichen Problemen. Mit nur wenigen einfachen Maßnahmen kann jeder dazu beitragen, die Feuchtigkeit in der Wohnung zu kontrollieren und ein gesundes Wohnklima zu fördern. In der kalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, die Fenster zur richtigen Zeit zu öffnen und dadurch für ein angenehmes Raumklima zu sorgen.

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